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Alkaline-Diät – Sinnvoll oder unsinnig?

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Alkaline-Diät unter der Lupe

Immer wieder ist von einem gesunden Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu lesen. Zu viele saure Lebensmittel würden der Gesundheit schaden und abnehmen funktioniere mit diese Nahrungsmitteln auch nicht. Die Alkaline-Diät setzt auf basische Nahrungsmittel und soll nicht nur überflüssigen Pfunden den Kampf ansagen, sondern ebenso gesund sein und vor Krankheiten schützen.

Wie funktioniert die Alkaline-Diät?

Natasha Corrett (Köchin) und Vicki Edgson (Ernährungstherapeutin) sind die Erfinder der Alkaline-Diät, die davon ausgehen, dass ein menschlicher Körper übersäuern kann und deshalb verschiedene Krankheiten entstehen können. Zudem soll Übersäuerung  zu Übergewicht führen.

Es gibt sowohl Säure bildende Lebensmittel wie auch basische Nahrungsmittel. Damit der pH-Wert reguliert wird, sollen bei dieser Diät weitgehend auf Säure bildende Lebensmittel verzichtet werden. Dazu gehören unter anderem Fleisch, Weißmehlprodukte, Alkohol, Kaffee, Eier, Käse und Zucker.

Wer die Alkaline-Diät durchführen möchte, muss seine Ernährung umstellen: etwa 70 Prozent soll aus basischen Lebensmitteln bestehen und von den sauren Nahrungsmitteln sollten maximal 30 Prozent verzehrt werden. Basische Lebensmittel sind beispielsweise frisches Gemüse und Obst, Sojaprodukte und Nüsse.

Kann ein gesunder Körper übersäuern?

Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) ist es unsinnig, Lebensmittel in basische und saure Nahrungsmittel einzuteilen. Der Stoffwechsel ist von alleine in der Lage, den pH-Wert im Gleichgewicht zu halten. Die Funktionen der Körpervorgänge verlaufen mit leicht basischen oder neutralen Körperflüssigkeiten am besten. Gallensaft und Speichel sind neutral und weisen einen pH-Wert von 7,1 auf. Leicht basisch ist das Blut mit einem pH-Wert von zirka 7,4. Damit der Magen verdauen und funktionieren kann, muss er ein saures Milieu besitzen. Dort liegt der pH-Wert zwischen 1,2 und 3. Der Körper kann mit seinen Puffersystemen den Säure-Base-Haushalt regulieren und das ist unabhängig von der Art der Lebensmittel, die man gegessen hat.

Die Nieren sorgen dafür, dass ein Überschuss an Säure ausgeschieden wird. Misst man nun den pH-Wert im Urin, werden die Ergebnisse auf zu viel Säure hinweisen. Allerdings bedeutet dies nicht, dass der Körper übersäuert ist. Es ist einfach ein Zeichen dafür, dass der Körper den Säure-Base-Haushalt regulieren kann.

Ein gesunder Körper benötigt somit keine Ernährungsform, die angeblich gegen Übersäuerung schützt. Einige Krankheiten können allerdings zu einer Übersäuerung führen, die dann aber ärztlich behandelt werden müssen. Eine basische Ernährungsform kann dabei unterstützen. Zu diesen Erkrankungen zählen Nierenkrankheiten oder Diabetes. Diese Krankheiten sind jedoch keine Folge von Übersäuerung! Bei solchen Erkrankungen sind die Puffersysteme des Körpers nicht mehr in der Lage, den Säure-Base-Haushalt zu regulieren.

Ist die Alkaline-Diät unsinnig?

Ein Mensch mit einem gesunden Körper, bei dem die Puffersysteme den Säure-Base-Haushalt regulieren, benötigt keine Alkaline-Diät. Man könnte diese Diät-Methode somit als unsinnig bezeichnen. Allerdings ist bekannt, dass Lebensmittel wie Zucker, zuckerhaltige Nahrungsmittel, Fertigmahlzeiten und Weißmehlprodukte nicht sonderlich gesund sind und ebenso keine Pfunde zum Purzeln bringen. Diesem Diät-Trend muss man trotzdem nicht folgen, solange man auf eine ausgewogene Ernährung achtet.

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